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Die Preisverleihung 2015

Mit der Preisverleihung in der Begegnungsstätte Schloss Gollwitz in Brandenburg fand der Rolf-Joseph-Preis 2015 seinen krönenden Abschluss. Bei schönstem Sommerwetter und mit rund 70 Gästen wurden am 30. August 2015 in einem feierlichen Festakt die drei Gewinner des Wettbewerbs mit dem Thema „Jüdisches Leben – damals und heute“ gekürt. Der Rolf-Joseph-Preis wurde damit bereits zum zweiten Mal verliehen.

Der erste Preis (dotiert mit 300 Euro) wurde an die Untertertia d des Evangelischen Gymnasiums zum Grauen Kloster Berlin für ihre Zeitung „You-ish Life“ vergeben, in der sie sich den verschiedenen Facetten des heutigen Alltags als Jude widmet. Mit dem zweiten Preis wurden drei Schüler des Evangelischen Johanniter-Gymnasiums Wriezen für ihr Projekt „Juden in Wriezen – der jüdische Friedhof Wriezen“ ausgezeichnet. Der dritte Preis ging an vier Schülerinnen des Berliner Canisius-Kollegs für ihren Videobeitrag „Follow us around the Jewry“.

Die Preisträger*innen 2015 – Foto: Christine Schmitt, Jüdische Allgemeine

Im Rahmen der Preisverleihung hatten die drei Gewinnergruppen Gelegenheit, ihre Projekte dem Publikum vorzustellen. Weitere Programmpunkte waren neben der Ehrung der Sieger und der Würdigung ihrer Beiträge unter anderem die Beschreibung der Lebensgeschichte von Rolf Joseph – Namensgeber des Preises – sowie der Entstehung seiner Biographie und des Rolf-Joseph-Preises. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch Kantor Simon Zkorenblut. Anschließend ließen die Teilnehmer und Gäste das erfolgreiche Wochenende bei Kaffee und Kuchen und angeregten Gesprächen im Garten des Schlosses ausklingen.

Die Preisträger waren bereits am Samstag mit der Joseph-Gruppe, sechs ehemaligen Schülern des Ev. Gymnasiums zum Grauen Kloster und Initiatoren des Rolf-Joseph-Preises, auf dem Schloss Gollwitz angereist und verbrachten dort ein spannendes Wochenende, bei dem viel gelacht, viel diskutiert und viel gemeinsam erlebt wurde. Neben verschiedenen Freizeitaktivitäten wie Fußball, Tischtennis oder Gesellschaftsspielen setzten sich die elf Schüler auch mit dem Wettbewerbsthema auseinander. In einem Theaterworkshop spielten sie Szenen aus dem Leben von Rolf Joseph nach und erfuhren nähere Hintergründe zum gefährlichen Alltag als Jude in der Zeit des Nationalsozialismus. Im Nachgang zu den Szenen wurden spannende wie persönliche Diskussionen zu Themen wie Ausgrenzung, Zivilcourage und selbstlose Hilfe geführt und Parallelen zur heutigen Zeit gezogen.

Für alle Beteiligten waren es zwei besondere, verbindende und schöne Tage, die in bester Erinnerung bleiben werden. Die große Motivation und das Engagement der Schüler machen Mut fürs nächste Jahr!