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Die Preisverleihung 2019

Am 26. Oktober 2019 wurde in den Räumlichkeiten der W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdischen Museums Berlin zum sechsten Mal der Rolf-Joseph-Preis verliehen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde das Preisverleihungswochenende am Freitagabend mit einem Besuch des Sabbat-Gottesdienstes in der Synagoge Pestalozzistraße eingeleitet, in der die Joseph-Gruppe Rolf Joseph im Jahr 2004 das erste Mal begegnete. Am darauffolgenden Samstag konnten die Schülerinnen und Schüler durch Führungen und Workshops im Jüdischen Museum Berlin ihre Erfahrungen zum Thema Judentum vertiefen.

Bei der feierlichen Preisverleihung am Samstagabend präsentierten die Preisträgergruppen vor rund hundert Gästen auf beeindruckende und anschauliche Weise ihre Projekte zu dem Thema „Jüdisches Leben – damals und heute“. Eingerahmt wurde der Abend durch musikalische Darbietungen und Erinnerungen an Rolf Joseph. Im Anschluss an die Vorstellungen der Projekte wurden die Beiträge der einzelnen Gruppen durch die Joseph-Gruppe gewürdigt und die Platzierungen bekannt gegeben.

Als Gewinner des Rolf-Joseph-Preises 2019 wurde die Projektgruppe des Goethe-Gymnasiums Bad Ems ausgezeichnet. Die Schülerinnen, die 300 € für den ersten Platz entgegennahmen, hatten sich mit dem Projekt „Spuren jüdischen Lebens in Bad Ems” auf intensive und beeindruckende Weise mit dem jüdischen Leben in ihrer Heimatstadt auseinandergesetzt. Als kleine Besonderheit wurden in diesem Jahr zwei zweite Plätze vergeben, jeweils mit 200 € dotiert, die an zwei Gruppen des Humboldt-Gymnasiums Potsdam für die Projekte „Jüdische Orte in Potsdam – ein interaktiver Stadtplan“ und „Potsdams verlorene Nachbarn – die Geschichte der Familie Wohl“ verliehen wurden. Den dritten Platz, der mit 100 € ausgezeichnet wurde, errang die Projektgruppe der Tulla-Realschule Karlsruhe mit einer Kurzgeschichte über das jüdische Geschwisterpaar Eljakim und Rewa.

Erstmalig wurde in diesem Jahr auch ein Sonderpreis vergeben, der an einen Schüler des Aloisiuskollegs in Bonn für die Facharbeit „Vertreibung aus der Heimat. Jüdisches Schicksal im Dritten Reich unter familiengeschichtlichem Aspekt“ verliehen wurde.

Das Preisverleihungswochenende fand danach bei einem Empfang mit allen Gästen mit anregenden Gesprächen und Diskussionen über die Preisträgerprojekte seinen Ausklang. Auch in diesem Jahr werden die Beiträge der Preisträgergruppen auf der „Jugend schreibt“-Seite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht.

Die Veröffentlichung des dritten Platzes ist in der F.A.Z. kann unter folgendem Link aufgerufen werden: „Eljakim rannte um sein Leben“